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GnRH

GnRH (Gonadotropin Releasing Hormone) wird normalerweise vom Hypothalamus an der Hirnbasis produziert. GnRH signalisiert der Hirnanhangdrüse, die Gonadotropine FSH und LH auszuschütten, die wiederum ein Signal an die Follikel im Eierstock geben sich zu entwickeln (FSH), zu reifen und ausgeschüttet zu werden (LH). Wenn die Kommunikationsmechanismen zwischen den Ovarien und der Hirnanhangdrüse nicht richtig funktionieren, ist die GnRH-Behandlung eine sichere und verhältnismäßig kostengünstige Behandlung. GnRH muss, genau wie in der natürlichen Situation, in kleinen Stößen (so genannten Pulsen) angewendet werden. Dies wird über eine kleine Pumpe bewerkstelligt, die Sie Tag und Nacht tragen müssen.

Das Pumpensystem wird an einen Gürtel befestigt, wobei eine Nadel in der Regel unter der Haut am Bauch eingeführt wird.

Mit dieser medikamentösen Behandlung kann eine hypothalamisch bedingte Amenorrhoe behandelt werden, eine Störung, bei der die betreffende Frau aufgrund einer verminderten GnRH-Produktion keine Menstruation hat. Der Arzt klärt Erkrankungen von Hirnanhangdrüse, Schilddrüse oder Nebennieren ab. Ferner kann eine Samenanalyse durchgeführt werden, um Anomalien der Samenzellen auszuschließen.

  • Wirkmechanismus
  • Art der Anwendung
  • Nebenwirkungen
  • Ergebnisse

Wirkmechanismus

GnRH wird normalerweise über den Hypothalamus in kurzen Intervallen (so genannten Pulsen) freigesetzt. Das GnRH-Medikament hat dieselbe Wirkung wie das natürlich produzierte GnRH. Es ahmt die Tätigkeit des Hypothalamus nach, indem GnRH dem Körper der Frau in 90-minütigen Intervallen während des gesamten Tages zugeführt wird. GnRH veranlasst die Hirnanhangdrüse zur Produktion von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH), und leitet somit den Ovulationsvorgang ein.

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Art der Anwendung

GnRH wird in 90-minütigen Intervallen mithilfe einer Pumpe mit einer unter die Haut am Bauch (subkutan) eingeführten Nadel 24 Stunden am Tag verabreicht (auch beim Schlafen und Baden). Die Pumpe kann ebenfalls mithilfe eines dünnen Schlauchs in einer Ader am Unterarm (intravenös) am Körper der Frau angebracht werden. Die Pumpe ist der größte Nachteil der Behandlung. Während der Behandlung wird regelmäßig kontrolliert, ob Eizellen heranreifen. Da diese Behandlung die natürlichen hormonellen Abläufe nachahmt, ist eine intensive Kontrolle während eines jeden Zyklus nicht notwendig.

Am kompliziertesten ist es herauszufinden, wann der Geschlechtsverkehr stattfinden soll. Die Ovulation kann zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen Tag 10 und Tag 22 der Behandlung erfolgen, in der Regel findet sie jedoch um den Tag 14 statt. Ultraschalluntersuchungen, die Bestimmung von LH im Blut oder im Harn mithilfe von Testkits zur Vorhersage des Eisprungs können dabei helfen, den Zeitpunkt der Ovulation zu bestimmen.

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Nebenwirkungen

  • Beschwerden (aufgrund der Pumpe)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • In manchen Fällen eine oberflächliche Entzündung der Haut oder der Ader an der Injektionsstelle

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Ergebnisse

Die Schwangerschaftsrate bei hypothalamisch bedingter (hypogonadotroper) Amenorrhoe liegt bei 20-30 % pro Behandlungszyklus - etwa dieselbe Rate, wie bei fruchtbaren Paaren. Eine konsequente Behandlung mit wiederholten Zyklen wird mit hohen kumulativen Schwangerschaftsraten belohnt - d.h. mit kumulativen Schwangerschaftsraten von etwa 80 % nach sechs Zyklen und 93 % nach zwölf Zyklen.

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