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Bromocriptin

Bromocriptin ist ein so genannter Dopaminagonist. Es wird zur Unterdrückung der Prolaktinproduktion angewendet. Dieses Hormon stimuliert die Milchproduktion. Übermäßig erhöhte Prolaktinspiegel im weiblichen System können den Ovulationsvorgang behindern, indem die Freisetzung von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) gehemmt wird. Ein erhöhter Prolaktinspiegel ist bei stillenden Frauen normal. Diese Frauen sind zwar vermindert fruchtbar, das Stillen ist jedoch keine sichere Empfängnisverhütung. Es ist folglich ein Mythos, dass Frauen während der Stillzeit nicht schwanger werden können.

  • Wirkmechanismus
  • Art der Anwendung
  • Nebenwirkungen
  • Ergebnisse

Wirkmechanismus

Bromocriptin wird bei Frauen, bei denen wiederholt ein übermäßig hoher Prolaktinspiegel (Hyperprolaktinämie) festgestellt wird, angewendet. Dies kann mithilfe einer Blutuntersuchung ermittelt werden. Neben Ovulationsstörungen ist das bedeutsamste Anzeichen für eine Hyperprolaktinämie eine Galaktorrhoe (Milchabsonderung aus den Brustwarzen außerhalb der Stillzeit).

Bromocriptin ahmt bestimmte Stoffe (die Neurotransmitter) im weiblichen Körper nach, welche die Prolaktinsekretion in der Hirnanhangdrüse hemmen. Es kann auch die Schrumpfung eines eventuell vorhandenen Adenoms bewirken, d.h. eines gutartigen Tumors, der sich in der weiblichen Hirnanhangdrüse entwickeln und übermäßig hohe Prolaktinspiegel verursachen kann. Wenn wiederholt erhöhte Prolaktinspiegel im Blut festgestellt werden, wird aus diesem Grund erst eine Untersuchung des Gehirns stattfinden, um das Vorhandensein eines Prolaktinoms auszuschließen, bevor Bromocriptin verordnet wird. Bromocriptin wirkt rasch. Wenn in den ersten zwei Monaten keine Anzeichen einer Ovulation (Freisetzung von Eizellen aus den Eierstöcken) feststellbar sind, kann der Arzt die Behandlung mit Clomifen ergänzen, um die Ovulation zu stimulieren.

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Art der Anwendung

Bromocriptin wird täglich in Form von Tabletten angewendet; das Medikament wird eingenommen, bis eine Schwangerschaft eintritt. Um die Wahrscheinlichkeit möglicher Nebenwirkungen zu verringern, wird empfohlen, Bromocriptin abends vor dem Schlafengehen zu verabreichen. Eine andere Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zu verringern, ist eine langsame Erhöhung der Dosierung. Ärzte empfehlen in manchen Fällen, die Tablette anfangs zu halbieren und langsam auf die volle Dosierung zu erhöhen. Das Medikament wird abgesetzt, wenn eine offensichtliche Schwangerschaft eingetreten ist.

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Nebenwirkungen

Jedes Medikament kann Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht zwangsläufig bei jedem auftreten müssen. In manchen Fällen werden keinerlei Nebenwirkungen wahrgenommen, in anderen schwere.

Beim Verordnen von Medikamenten muss stets zwischen der beabsichtigen Wirkung und den möglichen Nebenwirkungen abgewogen werden. Im Fall einer Anwendung von ovulationsinduzierenden Medikamenten rechtfertigt die beabsichtigte Wirkung (eine Schwangerschaft herbeizuführen) im Allgemeinen die Anwendung dieser Medikamente.

Abgesehen von Kopfschmerzen und Schwindel sind die folgenden Nebenwirkungen nur sporadisch aufgetreten:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Unregelmäßiger Puls
  • Sehstörungen (in diesem Fall wird die Behandlung abgebrochen)

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Ergebnisse

Eine Ovulation wird bei 80 % der Frauen mit Galaktorrhoe und Hyperprolaktinämie erreicht. Die Ovulation tritt in der Regel ein, bevor die Galaktorrhoe zum Erliegen kommt. Wenn die medikamentöse Behandlung abgesetzt wird, bleibt bei etwa 41 % der Frauen die Menstruation aus ( Amenorrhoe), und bei etwa 69 % der Frauen tritt erneut eine Galaktorrhoe auf.

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