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Erfolgsraten

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Behandlung?

IVF ist eine teure Behandlung, und keine Versicherngsleistung für die gesetzlichen Krankenversicherungen

Seit 2000 gibt es jedoch in den meisten Fällen die Möglichkeit einen Kostenzuschuß in der Höhe von 70% durch den IVF-Fonds zu beantragen. Insgesamt werden 4 Versuche pro angestrebter Schwangerschaft unterstützt. Es muß eine Indikation nachgewiesen werden (Funktionsuntüchtigkeit der Eileiter oder Pathospermie oder Endometriose oder PCOS) und es gibt es Alterslimit mit 40. Geburtstag bei der Frau und 50. Geburtstag beim Mann. Der Selbstbehalt beträgt inklusive Medikamentenkosten ca. € 800 . 1000.

  • Begonnener ZyklusIVF-Versuch, ab Beginn der Verabreichung der ovulationsinduzierenden Medikamente.
  • FollikelpunktionPunktion der Eibläschen zur Eizellentnahme.
  • EmbryotransferDas Einbringen des Embryos in die Gebärmutterhöhle.
  • SchwangerschaftPositiver Befund in Urin oder Serum (> 50 IE/L), nicht früher als 15 Tage nach der Punktion.
  • Weiter bestehende SchwangerschaftSonographisch intakte intrauterine Schwangerschaft, nach mehr als 10 Wochen nach der Punktion.
  • ZuverlässigkeitsintervallBereich, in dem der wahre Wert mit einer Sicherheit von 95 % liegt.

Bei der Erfassung der IVF-Zahlen wird der Prozentsatz der weiter bestehenden Schwangerschaften pro begonnenem Zyklus gewählt. Dieser Prozentsatz gibt Aufschluss über die Qualität der medizinischen Versorgung eines Kinderwunschzentrums, jedoch bei Weitem nicht über alles.

  • Erstens ist dieser Prozentsatz abhängig von vielen verschiedenen weiteren Faktoren, wie beispielsweise dem Lebensalter der Frau, der Dauer des Kinderwunsches und der Anzahl an früheren Behandlungen. Diese Faktoren können sich von Klinik zu Klinik unterscheiden. Wenn ein Kinderwunschzentrum beispielsweise viele Behandlungen bei hauptsächlich älteren Frauen durchführt, wird die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft im Falle dieses Kinderwunschzentrums geringer sein.
  • Zweitens kann dieser Prozentsatz durch Zufall von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich die Ergebnisse mehrerer Jahre anzusehen.
  • Letztendlich sind auch andere Faktoren für die Qualität der medizinischen Versorgung von Bedeutung, wie beispielsweise die Zufriedenheit der Patienten, der Prozentsatz an Komplikationen und der Prozentsatz an Mehrlingsschwangerschaften. Wenn beispielsweise mehrere Embryonen in die Gebärmutter transferiert werden, steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft, mit allen hiermit verbundenen Risiken. Alles in allem sind diese Zahlen folglich vorsichtig zu interpretieren. Wenn dies nicht geschieht, ist die Qualität der medizinischen Versorgung letzten Endes der Verlierer, das Gegenteil von dem, was alle erreichen wollen.
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