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Ungeklärte Unfruchtbarkeit

Man spricht im Allgemeinen von verminderter Fruchtbarkeit oder auch Subfertilität, wenn nach einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei Paaren, bei denen die Frau jünger als 35 Jahre ist, keine Schwangerschaft eingetreten ist. Wenn die Frau älter als 35 Jahre ist, wird in den meisten Fällen ein Zeitraum von nur sechs Monaten angesetzt. Diese Entscheidung basiert hauptsächlich auf der Tatsache, dass die Fortpflanzungsfähigkeit einer Frau nach dem 35. Lebensjahr abnimmt.

Trotz dem Stand der Wissenschaft und den heutigen Techniken ist es nicht immer möglich, nachweisbare Gründe für diese verminderte Fruchtbarkeit zu finden. „Ungeklärte Subfertilität“ bedeutet, dass die übliche Bandbreite an Fruchtbarkeitsuntersuchungen bei beiden Partnern nicht zur Feststellung einer Ursache für die Unfruchtbarkeit geführt hat. Diese Diagnose wird bei ungefähr 10-20 % der vermindert fruchtbaren Paare gestellt. Ein weiterer Begriff, der hierfür häufig verwendet wird, ist ungeklärte Subfertilität.

Einerseits ist es ein beruhigender Gedanke, dass keine Störungen gefunden wurden. Andererseits bleibt die Schwangerschaft immer noch aus, ohne dass Anhaltspunkte für die mögliche Ursache gefunden wurden. Das Zustandekommen einer Schwangerschaft ist jedoch eine Frage des Glücks und das eine Paar braucht mehr Zeit, um eine spontane Schwangerschaft herbeizuführen als das andere. Es besteht jedoch keine Sicherheit darüber, dass es letztendlich zu einer spontanen Schwangerschaft kommt, sodass schließlich doch in vielen Fällen auf Fruchtbarkeitsbehandlungen zurückgegriffen wird. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, wird unter anderem vom Lebensalter der Frau und der Dauer des Kinderwunsches abhängen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird in vielen Fällen eine eher abwartende Haltung eingenommen.

Die emotionalen Probleme, mit denen Paare in vielen Fällen konfrontiert sind, wenn eine ungeklärte Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird, können schwierig und frustrierend sein, vor allem da Paare die diagnostische Abklärung meist mit der Erwartung beginnen, dass eine Diagnose gestellt wird. Natürlich haben die Paare ein starkes Verlangen und Bedürfnis, weiterhin nach Antworten zu suchen und wissen bisweilen nicht, wann sie die Untersuchungen beenden und die Diagnose einer ungeklärten Unfruchtbarkeit akzeptieren sollen.

  • Entscheidende Untersuchungen
  • Wie wird die Fruchtbarkeitsstörung behandelt?

Entscheidende Untersuchungen

Die einzelnen Ärzte sind unterschiedlicher Ansicht, was sie als Standardreihe von Fruchtbarkeitsuntersuchungen betrachten. Im Allgemeinen gehören zur diagnostischen Abklärung jedoch zusätzlich zur Überprüfung der medizinischen Vorgeschichte und der Durchführung einer körperlichen Untersuchung die folgenden Untersuchungen:

Bei der Frau:

  • Hormonbestimmungen
  • Untersuchung der ovulatorischen Funktion
  • Postkoitaltest
  • Transvaginale Ultraschalluntersuchung
  • Hysterosalpingographie (HSG) (Röntgenuntersuchung von Gebärmutter und Eileiter mithilfe eines Röntgenkontrastmittels)
  • Laparoskopie (bei der ein winziges Teleskop in den Bauchraum eingeführt wird, um Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter zu untersuchen)

Beim Mann:

  • Samenanalyse
  • Hormonbestimmungen
  • Zusätzliche Tests zur Untersuchung von Spermienbeweglichkeit, Penetration, Störungen hinsichtlich der Antikörperbildung, Verschlüssen oder Infektionen

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Wie wird die Fruchtbarkeitsstörung behandelt?

Ebenso wie die zur Diagnose einer ungeklärten Unfruchtbarkeit eingesetzten Untersuchungen je nach Arzt unterschiedlich sind, unterscheiden sich auch die Behandlungen, die für die jeweilige Störung angeboten werden. Die folgenden Behandlungen werden jedoch in vielen Fällen eingesetzt:

  • Ovulationsinduzierende Medikamente (in vielen Fällen wird zuerst Clomifencitrat und später gegebenenfalls Gonadotropine verordnet).
  • Intrauterine Insemination (IUI) (künstliches Einbringen von Spermien in die Gebärmutter).
  • In-vitro Fertilisation (IVF) (Eizellen und Samenzellen werden im Labor zusammengebracht, anschließend werden befruchtete Eizellen in die Gebärmutter transferiert).

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