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Angeborene Fehlbildungen von Gebärmutter/Vagina

Diese spezifischen Fehlbildungen werden auch als Anomalien der Müller-Gänge bezeichnet. Eine kongenitale Fehlbildung der Vagina und der Gebärmutter kann die Fähigkeit der betroffenen Frau, schwanger zu werden, oder einen Embryo bis zum Geburtstermin auszutragen, beeinträchtigen. Anomalien der Müller-Gänge können von einem Uterus bicornis bis zum völligen Fehlen von Gebärmutter und Zervix reichen.

  • Symptome
  • Ursache
  • Behandlung

Symptome

Abhängig vom Schweregrad der Fehlbildung muss eine kongenitale Anomalie nicht unbedingt mit Symptomen einhergehen. In vielen Fällen merkt die Frau nicht von selbst, dass kongenitale Fehlbildungen vorliegen, dies wird vielmehr erst bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Darüber hinaus sind die möglichen Symptome in vielen Fällen nicht spezifisch für diese Störung. Das Ausbleiben der Menstruation oder eine andere Zyklusstörung kann beispielsweise viele Ursachen haben, von denen eine anatomische Anomalie nur eine unter vielen Möglichkeiten ist. Schmerzen können ebenfalls ein Anzeichen hierfür sein. Wenn beispielsweise durch Fehlbildungen des Gebärmutterhalses/-munds das Menstruationsblut nicht nach außen fließen kann, führt dies auf die Dauer zu einem erhöhten Druck.

Untersuchung
Durch eine gynäkologische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane kann abgeklärt werden, ob eine der oben aufgeführten Fehlbildungen vorliegt. Dem Arzt stehen mehrere Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um Symptome zu identifizieren, wie beispielsweise eine vaginale Ultraschalluntersuchung, eine Hysterosalpingographie, eine Laparoskopie oder eine Hysteroskopie.

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Ursache

Die hier beschriebenen spezifischen Fehlbildungen können Anlagestörungen sein (genetischer oder anderer Art) oder durch Medikamente induziert worden sein. In den 50er-Jahren wurde Diethylstilbestrol (DES) verordnet, um Fehlgeburten zu verhindern. Bei den Töchtern von Frauen, die dieses Medikament einnahmen, kam es leider in vielen Fällen zu einer Fehlbildungen der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses oder der Vagina.

Aus diesem Grund befinden sich diese so genannte „DES-Töchter“ in vielen Fällen unter regelmäßiger Beobachtung eines Gynäkologen.

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Behandlung

In manchen Fällen kann auch die anatomische Anomalie selbst behandelt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Hysteroskopie, bei der eine Gebärmuttertrennwand entfernt wird. Vaginale Trennwände (Vaginalsepten) lassen sich ebenfalls einfach mithilfe eines ambulanten operativen Eingriffs korrigieren.

Operative Eingriffe und assistierte Reproduktionstechniken sind Behandlungsmöglichkeiten für mögliche Fruchtbarkeitsprobleme, die durch diese Anomalien verursacht werden.

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