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Sekundäre Unfruchtbarkeit

Subfertilität bedeutet, dass eine Schwangerschaft ausbleibt, obwohl in einem Zeitraum von mehr als zwölf Monaten ungeschützter und auf Befruchtung ausgerichteter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat.

Per Definition spricht man von primärer Subfertilität im Fall einer Frau, die noch nie schwanger war, und von sekundärer Subfertilität im Fall einer Frau, die sehr wohl schon einmal schwanger war. Letzteres gilt folglich auch für eine Frau, bei der diese Schwangerschaft nicht zur Geburt eines lebendigen Kindes geführt hat. In manchen Fällen wird die sekundäre Subfertilität mit einem neuen Partner erlebt.

Beim Mann spricht man von primärer Subfertilität, wenn es mit seiner Partnerin noch nie zu einer Schwangerschaft gekommen ist, und von sekundärer Subfertilität, wenn er sehr wohl zuvor bereits eine Schwangerschaft seiner derzeitigen oder einer früheren Partnerin herbeigeführt hat. Sekundäre Subfertilität kommt ziemlich häufig vor.

Es besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen Frauen, die zuvor bereits erfolgreich ein Kind bzw. Kinder bekommen haben und nun nicht mehr in der Lage sind, eine erneute Schwangerschaft herbeizuführen, und Frauen, die sich mit Subfertilität konfrontiert sehen, während sie noch kinderlos sind.

Die Tatsache, dass Frauen mit sekundärer Subfertilität schon älter sind, bedeutet nicht, dass verminderte Fruchtbarkeit für sie weniger schmerzhaft ist als für Paare, die (noch) kinderlos sind. Der Wunsch nach einem weiteren Kind kann gleichfalls alles überschatten, und wenn die frühere(n) Schwangerschaft(en) spontan entstanden sind, sind das Unverständnis hinsichtlich der Ursache und die Frustration in vielen Fällen groß. Paare, die mit sekundärer Subfertilität konfrontiert sind, haben dieselben Emotionen, wie beispielsweise Schuld, Negation, Wut, Depressionen und Frustrationen. Noch dazu haben Sie die zusätzliche Sorge, dass ihr Handeln und ihre Emotionen auf das bereits vorhandene Kind bzw. die bereits vorhandenen Kinder Einfluss nehmen könnten.

Genau wie kinderlose Paare können auch Paare mit sekundärer Subfertitilität Strategien entwickeln, die Ihnen dabei helfen, diese Krise gut zu meistern. So kann es beispielsweise tröstlich sein, diese Situation und die emotionalen Folgen hiervon mit anderen zu besprechen, die Ähnliches durchleben. Unabhängig davon, welche Art und Weise Sie und Ihr Partner wählen, um mit der Situation umzugehen, ist es wichtig zu verhindern, dass Ihre Fruchtbarkeitsprobleme Ihr Leben und das Ihrer Familie vollständig beherrschen.

Wenn Sie mehr Unterstützung oder professionelle Hilfe benötigen, ist es wichtig, dies zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Im Kinderwunschzentrum kann man Ihnen möglicherweise hierbei behilflich sein. In vielen Fällen sind dort Psychologen angestellt, deren Dienste Sie in Anspruch nehmen können. Sie können sich auch wegen einer professionellen Begleitung an das BKID (Beratungsnetz Kinderwunsch Deutschland, ProFamilia oder die Patientenvereinigung Wunschkind e.V. wenden).

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