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SchwangerschaftserbrechenDiese Erkrankung stellt nicht wirklich ein Risiko für die Schwangerschaft oder für die Frau dar, ist jedoch sehr lästig. Da Schwangerschaftserbrechen im Fall von Mehrlingsschwangerschaften etwas häufiger auftritt, wird dies in diesem Abschnitt kurz besprochen. Übelkeit und Erbrechen sind bei vielen Frauen die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Ungefähr 80-85 % aller schwangeren Frauen haben in hohem oder geringem Maße mit Übelkeit zu kämpfen, und rund die Hälfte leidet hierbei auch unter Erbrechen. Bei anhaltendem Erbrechen, Gewichtsverlust und Austrocknung spricht man von Hyperemesis gravidarum. Dies kommt jedoch nur selten vor und tritt vor allem in der ersten Schwangerschaftshälfte auf. Hierbei kann es sich um eine Folge sowohl psychischer als auch körperlicher Störungen handeln, in den meisten Fällen kann die Ursache jedoch nicht ermittelt werden. Es besteht ein Zusammenhang mit der Konzentration des produzierten Schwangerschaftshormons. Im Fall von Mehrlingsschwangerschaften besteht aus diesem Grund eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Hyperemesis gravidarum. Nur wenige Frauen müssen hierfür in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Blut- und Urinuntersuchungen auf Austrocknung können die Diagnose bestätigen. Die Grenze zwischen dem „normalen" Schwangerschaftserbrechen und Hyperemesis gravidarum ist jedoch nicht immer genau zu ziehen. Das normale Schwangerschaftserbrechen bedarf in der Regel keiner besonderen Behandlung. In vielen Fällen ist der Ratschlag, häufig kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, ausreichend. Meist verschwindet das Erbrechen innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft von selbst. Wenn es sich jedoch um ein anhaltendes Erbrechen in Kombination mit Gewichtsverlust und Austrocknung handelt, kann eine Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich sein. In den meisten Fällen nehmen die Beschwerden nach der Aufnahme in ein Krankenhaus schnell ab. In manchen Fällen muss der Frau zusätzlich Flüssigkeit über eine Infusion zugeführt werden, um der Austrocknung entgegen zu wirken. Ein Vitaminmangel tritt nicht unmittelbar auf, wenn das Erbrechen jedoch länger anhält, kann es in manchen Fällen notwendig sein, Vitamine (namentlich Vitamin B1) zu verabreichen. Spezielle Diätpläne sind nicht erforderlich. Obgleich dies äußerst lästig ist, ist es doch auch beruhigend zu wissen, dass die Aussichten für die schwangere Frau und ihr Kind in der Regel gut sind. |
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